Airbus A380 „flog 14 Stunden“ mit Loch in der Seite

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(CNN) — Passagiere, die mit einem Emirates-Flug nach Brisbane, Australien, reisten, waren fassungslos, als sie beim Aussteigen ein riesiges Loch in der Seite des Flugzeugs bemerkten.

Die Passagiere an Bord des Airbus A380 von Dubai in die australische Stadt wurden sich der Schäden bewusst, als sie nach dem rund 14-stündigen Flug am 1. Juli das Flugzeug verließen.

Bilder des Flugzeugs, die in den sozialen Medien geteilt wurden, zeigen das Ausmaß der Reifenpanne, die laut der Fluggesellschaft auf einen Reifenschaden zurückzuführen war, der durch einen „technischen Fehler“ während der Reise verursacht wurde.

Einer der Passagiere an Bord hat inzwischen auf Twitter den „schrecklichen“ Vorfall beschrieben, der „während der Kreuzfahrt“ stattfand.

„War anfangs absolut beängstigend und die Kabinenbesatzung wusste, dass etwas Ernstes passiert sein könnte – sie nahmen sofort Kontakt mit dem Cockpit auf“, schrieb Andrew Morris, Englischprofessor an der britischen Loughborough University.

„Kurz darauf nahmen sie ihren normalen Betrieb wieder auf. Ihr ruhiges Verhalten war beruhigend – sie wussten, dass es nicht katastrophal war.“

Während es unklar ist, wie lange das Flugzeug in der Luft war, als das Problem auftrat, deuten einige Berichte darauf hin, dass der Flug etwa 45 Minuten dauerte.

‚Technische Störung‘

Die kommerzielle Luftfahrt-Website Aviation Herald berichtet, dass die Besatzung die Fluglotsen am Flughafen Brisbane im Voraus über die Situation informiert und darum gebeten habe, dass die Scheibe bei der Landung von Rettungsdiensten getroffen wird

Emirates veröffentlichte später eine Erklärung, in der betont wurde, dass der Bruch „den Rumpf, den Rahmen oder die Struktur des Flugzeugs“ nicht beeinträchtigt habe.

„Unser Flug EK430, der am 1. Juli von Dubai nach Brisbane flog, hatte eine technische Störung“, heißt es in der Erklärung.

„Einer der 22 Reifen des Flugzeugs ist während des Flugs gerissen und hat einen kleinen Teil der aerodynamischen Verkleidung beschädigt, bei der es sich um eine Außenverkleidung oder die Haut des Flugzeugs handelt.“

Die Fluggesellschaft bestätigte weiter, dass das Flugzeug sicher in Australien gelandet und die Passagiere wie geplant von Bord gegangen seien. Schäden an der Außenseite des Großraumflugzeugs wurden inzwischen repariert.

„Die Verkleidung wurde komplett ausgetauscht, geprüft und von Ingenieuren, Airbus und allen zuständigen Behörden freigegeben“, fügt Emirates hinzu.

„Die Sicherheit unserer Passagiere und Besatzung war schon immer unsere oberste Priorität.“

Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage, nachdem der beliebte A380-Superjumbo, der vor der Pandemie im Niedergang begriffen war, eine Art Aufschub erhalten hatte, als die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa Pläne ankündigte, das Flugzeug ab Sommer 2023 wieder einzusetzen.

Der Airbus A380 ist auf dem Weg nach draußen, seit Airbus 2019 bekannt gab, dass die Produktion des Verkehrsflugzeugs eingestellt wird.

CNN hat Emirates für weitere Kommentare kontaktiert.

Top-Bildnachweis: Avherald.com