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Eine Leidenschaft für die Natur treibt viele unserer Abenteuer an. Und wenn wir nicht draußen sind, lieben wir es, in die Entdeckungen über die Orte einzutauchen, an denen wir leben und reisen. Hier sind einige der besten Links zur Naturgeschichte, die wir diese Woche gefunden haben.

Gesichtserkennung für Robben: Studenten der Colgate University in New York entwickeln eine Datenbank namens SealNet, die Gesichtserkennungstechnologie verwendet, um einzelne Seehunde zu identifizieren.

Im Laufe von zwei Jahren hat das Team über 2.000 Bilder von Robben aufgenommen und sie anhand ihrer Nasen-, Mund- und Augenpositionen manuell identifiziert. Die Software, die sie entwickeln, verwendet Deep Learning und ein neuronales Netzwerk, um zwischen Dichtungsflächen zu unterscheiden. Bisher konnte es in 85 % der Fälle Gesichter abgleichen.

Eine Fülle von Finnwalen

Naturschutzerfolg in der Antarktis: Forscher haben mit über 150 Individuen die größte Ansammlung von fressenden Finnwalen beobachtet, die jemals aufgezeichnet wurde. Es ereignete sich vor Elephant Island, nordöstlich der Antarktischen Halbinsel.

Der Südliche Ozean ist ein bekanntes Nahrungsgebiet für die großen Wale, aber der kommerzielle Walfang bis 1976 und der Klimawandel führten zu einem Rückgang ihrer Anzahl um 99 %. Diese Massenfütterung von über 150 Finnwalen ist ein Hoffnungsschimmer für die Walpopulationen und unterstreicht den Erfolg des kommerziellen Walfangverbots.

Finnwal. Foto: Shutterstock

Medizinisches Wissen verschwindet, wenn indigene Sprachen sterben: Uldarico Matapi Yucuna, 63, gilt als letzter Schamane der Matapi im kolumbianischen Amazonasgebiet. Den Schamanentitel nimmt er jedoch nicht an, da er seit 30 Jahren getrennt von seinem Volk lebt.

In dieser Zeit hat er versucht, alles aufzuschreiben, was er weiß. Sein Vater, ebenfalls ein Schamane, brachte ihm alles bei, was er weiß, einschließlich der Herstellung von Arzneimitteln aus Pflanzen. Heute leben nur noch 70 Matapi entlang des Mirití-Paraná-Flusses. Mit dem Aussterben ihrer Sprache und Traditionen stirbt auch ihr reichhaltiges medizinisches Wissen.

Dies ist bei vielen indigenen Gruppen der Fall. Vierzig Prozent der 7.000 indigenen Sprachen der Welt sind in Gefahr. „Jedes Mal, wenn eine indigene Sprache stirbt, ist es, als würde eine Bibliothek brennen“, sagte der Biologe Rodrigo Camara Leret.

Von den mehr als 12.000 medizinischen Anwendungen von Pflanzen in ganz Nordamerika sind 75 % nur in einer indigenen Sprache verfügbar.

Ein T. Rex-Doppelgänger

Ein neuer Dinosaurier mit winzigen Armen: Der Tyrannosaurus rex ist wegen seines riesigen Kopfes und seiner winzigen Arme unverwechselbar. Paläontologen haben nun eine weitere Art fleischfressender Dinosaurier mit diesen Merkmalen gefunden.

Meraxes Gigas lebte vor 90-100 Millionen Jahren, war aber kein Teil der Tyrannosaurier-Linie. Vielmehr gehört er zur Gruppe der Carcharodontosaurier und starb 20 Millionen Jahre vor der Entwicklung des T. Rex aus.

Die Forscher können immer noch nicht erklären, warum diese beiden Dinosaurier winzige Arme hatten, aber diese Entdeckung deutet darauf hin, dass sie einen Zweck hatten, da zwei verschiedene Abstammungslinien von Dinosauriern das Merkmal unabhängig voneinander entwickelten. Die kleinen Arme können ihnen helfen, aus einer zurückgelehnten Position aufzustehen oder der Gruppenfütterung nicht im Wege zu stehen.

Neues Schutzgebiet in Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln: Am 5. Juli erklärte die Regierung von Südgeorgien und den Südlichen Sandwichinseln ihre gesamte Landmasse zum Schutzgebiet. Die Inseln sind von 1,24 Millionen Quadratkilometern geschützter Meeresumwelt umgeben. Inzwischen hat die Regierung auch 3.800 Quadratkilometer Land unter Schutz gestellt.

Das bedeutet, dass alle Touristen ein Visum benötigen, um die Südlichen Sandwichinseln zu besuchen. Besucher können nach wie vor nach Südgeorgien einreisen, aber in den nächsten 12 Monaten werden verstärkte Schutzmaßnahmen eingeführt.

Foto: Shutterstock

Mücken werden von kranker Beute angezogen

Der Geruch einer Person kann sie für Mücken attraktiver machen: Mücken verursachen jedes Jahr Hunderttausende Todesfälle. Die Insekten lokalisieren ihre Wirte anhand der Körpertemperatur, des Geruchs und des Kohlendioxids einer Person.

Forscher entdeckten, dass Mäuse, die ein Virus in sich trugen, ihren Geruch veränderten. Mäuse mit verschiedenen durch Mücken übertragenen Krankheiten wurden neben nicht infizierten Mäusen in Kammern platziert. Mücken fühlten sich eher vom Geruch der infizierten Mäuse angezogen. Die Gerüche enthielten 20 chemische Verbindungen, darunter drei, die eine signifikante Reaktion der Mücken auslösten.

Gilt das auch für Menschen? Als Wissenschaftler eine der Verbindungen, Acetophenon, auf die menschliche Haut auftrugen, erhöhte dies die Anzahl der Insekten. Auch Menschen mit Dengue-Fieber und dem Zika-Virus produzieren diese Verbindung. Wenn nicht infizierte Mücken von Menschen mit der Krankheit angezogen werden, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass zuvor nicht infizierte Mücken auch zu Krankheitsüberträgern werden.